Bestattungsvorsorge Kosten Tabelle: Monatlicher Sparbetrag nach Eintrittsalter 2026

Wer frühzeitig für die eigene Bestattung vorsorgt, entlastet seine Angehörigen doppelt: finanziell und organisatorisch. Wie hoch der monatliche Sparbetrag dafür ausfällt, hängt vor allem vom gewählten Weg der Vorsorge und vom Eintrittsalter ab. Dieser Beitrag zeigt, mit welchen monatlichen Beträgen je nach Alter zu rechnen ist, welche Vorsorgeformen es gibt und worauf es 2026 besonders ankommt.

Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich nicht um eine Steuer- oder Rechtsberatung. Der Artikel wurde mit großer Sorgfalt recherchiert. Dennoch sind alle Angaben, insbesondere zu Kosten oder Preisen ohne Gewähr und können sich jederzeit ändern. Der Artikel wurde am 12.09.2026 veröffentlicht und zuletzt am 12.09.2026 editiert.

Die beiden Wege der Bestattungsvorsorge

Für die finanzielle Vorsorge stehen grundsätzlich zwei Modelle zur Verfügung:

  • Sterbegeldversicherung: Eine kleine Kapitallebensversicherung, bei der monatliche oder jährliche Beiträge eingezahlt werden. Im Todesfall wird eine vorher festgelegte Summe ausgezahlt, unabhängig davon, wie viel bis dahin eingezahlt wurde.
  • Bestattungsvorsorgevertrag mit Treuhandkonto: Hier wird die veranschlagte Summe – häufig als Einmalzahlung, teils auch in Raten – auf ein insolvenzgeschütztes Treuhandkonto bei einem Bestattungsunternehmen eingezahlt. Damit werden zugleich die konkreten Wünsche zur Bestattung vertraglich festgehalten.

Für den monatlichen Sparbetrag über die Jahre ist vor allem die Sterbegeldversicherung relevant, da sie in der Regel als Ratenmodell mit über das Eintrittsalter gestaffelten Beiträgen angeboten wird.

Tabelle: Monatlicher Sparbetrag nach Eintrittsalter (Richtwerte 2026)

Die folgende Tabelle zeigt beispielhafte Richtwerte für den monatlichen Beitrag einer Sterbegeldversicherung mit einer Versicherungssumme von rund 6.000 Euro, gestaffelt nach Eintrittsalter. Die Beitragsdauer läuft dabei jeweils bis zu einem vereinbarten Endalter von etwa 85 bis 90 Jahren.

Eintrittsalter Typischer monatlicher Beitrag (ca. 6.000 € Versicherungssumme) Tendenz
40 Jahre ca. 15 – 20 Euro niedrigster Beitrag, lange Ansparphase
50 Jahre ca. 20 – 30 Euro moderat steigend
60 Jahre ca. 25 – 40 Euro spürbarer Anstieg gegenüber jüngerem Eintrittsalter
70 Jahre ca. 40 – 70 Euro kürzere Ansparzeit, deutlich höherer Beitrag
80 Jahre ca. 70 – 120 Euro oder mehr oft nur noch wenige Tarife verfügbar, Vergleich besonders wichtig

Zur Einordnung nennt ein Anbieter konkrete Beispielwerte: Bei einer Versicherungssumme von 6.000 Euro und einer Beitragszahlungsdauer von 35 Jahren liegt der monatliche Beitrag bei einem Eintrittsalter von 40 Jahren bei etwa 17,80 Euro, bei einem Eintrittsalter von 50 Jahren bei etwa 21,30 Euro und damit bei vergleichbarer Laufzeit spürbar höher. Andere Marktvergleiche nennen für eine 6.000-Euro-Summe branchenweit eine Spanne von etwa 20 bis 40 Euro im Monat, abhängig von Eintrittsalter und Zahldauer.

Diese Werte sind Richtwerte und keine verbindlichen Angebote. Die tatsächliche Beitragshöhe hängt zusätzlich von der gewählten Versicherungssumme, der Beitragsdauer, eventuellen Gesundheitsfragen und dem jeweiligen Anbieter ab.

Wie viel Vorsorge ist realistisch nötig?

Die tatsächlichen Bestattungskosten in Deutschland schwanken stark. Je nach Quelle und Bestattungsart liegen sie im Durchschnitt bei etwa 7.000 bis 9.000 Euro, wobei die Gesamtspanne von rund 2.750 Euro für sehr einfache Bestattungen bis über 13.000 Euro für aufwendige Erdbestattungen reicht. Bei der Wahl der Versicherungssumme oder der Einzahlung auf ein Treuhandkonto empfiehlt es sich daher, die Höhe an den realistisch zu erwartenden Kosten der gewünschten Bestattungsart in der eigenen Region auszurichten, statt sich an einem pauschalen Mindestwert zu orientieren.

Warum der monatliche Beitrag mit dem Alter steigt

Je später eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen wird, desto kürzer ist die statistische Zeitspanne bis zum erwarteten Leistungsfall und desto höher das versicherungstechnische Risiko für den Anbieter. Das führt dazu, dass ältere Einsteiger bei gleicher Versicherungssumme und vergleichbarer Zahldauer einen deutlich höheren monatlichen Beitrag zahlen als jüngere. Wer besonders spät – etwa erst mit 80 Jahren – abschließt, findet oft nur noch eine eingeschränkte Anzahl an Tarifen, weshalb ein sorgfältiger Anbietervergleich in diesem Alter besonders wichtig ist.

Weitere Faktoren, die den Sparbetrag beeinflussen

  • Beitragsdauer: Eine kürzere Zahldauer, etwa nur bis zum 75. statt bis zum 90. Lebensjahr, erhöht den monatlichen Beitrag, verkürzt aber die Gesamtzahlungspflicht.
  • Gesundheitsprüfung: Tarife ohne Gesundheitsfragen verzichten meist auf eine Risikoprüfung, verlangen dafür aber eine Wartezeit von ein bis drei Jahren, in der bei Tod durch Krankheit zunächst nur die eingezahlten Beiträge zurückerstattet werden.
  • Versicherungssumme: Eine höhere Zielsumme, etwa 8.000 oder 10.000 Euro statt 6.000 Euro, erhöht den monatlichen Beitrag proportional.
  • Einmalzahlung statt Ratenzahlung: Wer über ausreichend Kapital verfügt, kann bei einem Bestattungsvorsorgevertrag die Summe auch als Einmalbetrag auf ein Treuhandkonto einzahlen und so laufende monatliche Raten vermeiden.

Schonvermögen und rechtliche Aspekte

Eine zweckgebunden abgeschlossene Bestattungsvorsorge – ob als Sterbegeldversicherung mit klar benanntem Bezugsberechtigten oder als Treuhandkonto – zählt in der Regel zum geschützten Schonvermögen und bleibt damit auch bei Bezug von Sozialleistungen weitgehend unangetastet. Zudem ist die Versicherungssumme bis zur Höhe der angemessenen Bestattungskosten unter bestimmten Voraussetzungen pfändungsgeschützt, sofern ein eindeutig zweckgebundener Bezugsberechtigter wie ein Bestattungsunternehmen benannt ist. Für Auszahlungen direkt an Privatpersonen gilt dieser besondere Schutz hingegen nicht.

Fazit

Je früher mit der Bestattungsvorsorge begonnen wird, desto niedriger fällt der monatliche Sparbetrag aus – ein Abschluss mit 40 Jahren kostet bei gleicher Zielsumme oft nur einen Bruchteil dessen, was mit 70 oder 80 Jahren fällig wird. Wer bereits über ausreichend Kapital verfügt, kann alternativ auf einen Bestattungsvorsorgevertrag mit Einmalzahlung setzen. In jedem Fall lohnt sich ein Vergleich mehrerer Anbieter sowie eine realistische Einschätzung der zu erwartenden Bestattungskosten, um weder zu wenig noch unnötig viel vorzusorgen.


Quellen

Hinweis: Die genannten Beträge sind unverbindliche Richtwerte auf Basis öffentlich zugänglicher Anbieter- und Vergleichsangaben (Stand 2026). Der tatsächliche Beitrag hängt von individuellen Faktoren wie Gesundheitszustand, gewähltem Tarif, Versicherungssumme und Anbieter ab und sollte anhand eines persönlichen Angebots geprüft werden. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Versicherungs- oder Finanzberatung.