Die Sterblichkeit beschreibt, wie viele Menschen in einem bestimmten Zeitraum sterben. Für Deutschland liefert das Statistische Bundesamt (Destatis) fortlaufend Zahlen, die wichtige Hinweise auf demografische Entwicklungen, Alterung der Gesellschaft und Gesundheitstrends geben.
Absolute Todeszahlen
- 2025 starben in Deutschland laut vorläufigen Ergebnissen rund 1,0 Millionen Menschen — etwa so viele wie im Vorjahr und leicht unter dem Niveau von 2024 (Minus rund 0,5 %). (n-tv)
- Bereits für 2024 hatte Destatis gut 1 Million Sterbefälle ermittelt, was ebenfalls etwas weniger war als im Jahr zuvor und den zweiten Rückgang in Folge markierte. (n-tv)
- In 2022 waren es noch rund 1,06 Millionen Todesfälle — ein Anstieg gegenüber 2021, der teilweise mit der demografischen Alterung und pandemischen Effekten zusammenhing. (Destatis)
Trend: Trotz eines nachhaltig hohen Niveaus bleibt die Gesamtzahl der Sterbefälle relativ stabil bei rund einer Million pro Jahr — nach starken Schwankungen während der Pandemiejahre.
Sterberate und Vergleich
Die Sterberate wird als Zahl der Todesfälle pro 1 000 Einwohner in einem Jahr berechnet:
Für 2025 wird eine vorläufige Sterberate von rund 11,77 Todesfällen pro 1 000 Einwohner ausgewiesen — leicht über dem Wert von 2024. (MacroTrends)
Zum Vergleich:
- 2024: ca. 11,76‑Todesfälle/1 000 Einwohner
- 2023: ca. 12,30‑Todesfälle/1 000 Einwohner
- 2022: ca. 12,70‑Todesfälle/1 000 Einwohner (MacroTrends)
Die Rate spiegelt nicht nur die absolute Zahl der Sterbefälle, sondern auch die Zusammensetzung der Bevölkerung und die Alterungsstruktur wider — in Deutschland ist ein hoher Anteil älterer Menschen ein wesentlicher Faktor.
Altersstruktur & Ursachen
Die Sterblichkeitsstatistik lässt sich auch nach Todesursachen und Altersgruppen aufschlüsseln:
- Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen bleiben die häufigste Todesursache.
- Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Ursache.
- Demenz und Alzheimer zeigen einen ansteigenden Anteil bei den Todesursachen, insbesondere bei hohen Altersgruppen. (Destatis)
Insgesamt gilt: 90 % der an Demenz Verstorbenen waren mindestens 80 Jahre alt. (DIE WELT)
Demografische Hintergründe
Deutschland hat eine stark alternde Bevölkerung. Das bedeutet:
- Der Anteil der älteren Menschen wächst, sodass auch auf natürliche Weise mehr Sterbefälle stattfinden, selbst wenn die Sterberate pro Altersgruppe sinkt. (Statista)
- Allerdings hat die Lebenserwartung in den letzten Jahren wieder zugenommen, nachdem sie während der Corona‑Pandemie gesunken war, und nähert sich wieder dem Niveau vor 2020. (DIE ZEIT)
Jahres‑ und Quartalsverläufe
Ein Blick auf saisonale Muster zeigt:
- Sommer und Winter können oft höhere Sterbefallzahlen aufweisen – etwa durch Grippeerkrankungen oder Hitzebelastungen. (AOK)
- So wurden im Sommer 2025 im ersten Quartal mehr Todesfälle im Vergleich zu den Vorjahren registriert, was auf Grippe‑ und Atemwegserkrankungen zurückgeführt wurde. (AOK)
- Im zweiten Quartal 2025 lagen die Sterbefallzahlen wieder unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. (n-tv)
Zusammenfassung
- Rund 1 Million Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland – 2025 und 2024 bewegen sich die Zahlen in ähnlichen Bereichen. (n-tv)
- Die Sterberate liegt bei knapp 12 Todesfällen pro 1 000 Einwohner. (MacroTrends)
- Demografische Alterung beeinflusst die Sterbezahlen wesentlich – ältere Altersgruppen dominieren das Sterbegeschehen. (Statista)
- Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen, Krebs und Demenz gehören zu den häufigsten Ursachen. (Destatis)
Was bedeutet das?
Ein wichtiger Schluss aus den aktuellen Statistiken ist: Die Sterblichkeit in Deutschland bleibt hoch, was vor allem mit der alternden Gesellschaft zusammenhängt. Gleichzeitig deuten stabile oder leicht sinkende Zahlen auf eine Rückkehr zu normaleren Bedingungen nach pandemiebedingten Schwankungen hin.
Die statistischen Daten helfen Politik, Gesundheitssystem und Gesellschaft, langfristige Trends zu erkennen und darauf etwa in der Pflege, Versorgung älterer Menschen oder Präventionserklärungen zu reagieren.
Wenn du möchtest, kann ich dir auch Grafiken zur zeitlichen Entwicklung von Sterbefällen in den letzten Jahrzehnten oder Detailzahlen nach Altersgruppe und Todesursache zusammenstellen. Sag einfach Bescheid!